Lola

Unsere geliebte Berner-Hündin Lola ist am 14. 9. 2009 von uns gegangen. Sie ist an Maligner Histiozytose gestorben.
Lola ist, obwohl sie Trägerin dieser Krankheit war, 10 1/2 Jahre alt geworden – ich bin unendlich traurig aber auch dankbar für jedes Jahr, in dem ich ihr Frauchen sein durfte.
Ich habe sie so schweren Herzens gehen lassen – aber sie hat mir den richtigen Zeitpunkt unmissverständlich gezeigt. Ich wußte es – und es gab keinen Zweifel. Als ob sie in klaren Worten gesagt hätte: „Leine mich ab – und lass mich laufen!“
Unsere Verbindung war so innig – fast telepathisch…
Als am Montag morgen das Narkosemittel in ihre Vene floss, hatte ich den Geschmack des Mittels auf der Zunge. Es war wohl das letzte, das sie bewusst in ihrem irdischen Körper wahrgenommen hat – und das letzte, das ich mit ihr telepathisch teilen durfte.
Alles war so friedlich – sie hat einfach aufgehört zu atmen…
Wir haben ihren Körper mit nach hause genommen und an ihren Lieblingsplatz gelegt, Kerzen angezündet und Blumen auf sie gelegt. Wir haben uns von ihrem Körper verabschiedet – sie stundenlang gestreichelt – bis sie kalt und erstarrt war. Dann legten wir sie in ihr Grab im Garten. An einen Platz, an dem Lola in ihren letzten Tagen besonders oft gelegen hatte.
Damit Lola ihren Weg gehen konnte, musste ich sie „ableinen“ und laufen lassen.
Nun stehe ich da – mit der leeren Leine in der Hand…
Ich hatte schon vor einem halben Jahr die Vermutung, dass etwas nicht mit ihr stimmt – doch alle Tests, die ich machen ließ, waren ohne Befund – zumal es nur eine diffuse Vermutung war – ich konnte dieses Gefühl gar nicht als Symptom beschreiben – einfach nur, als ob die Lebensenergie weniger wird. Von den Ärzten hört man dann: „Das ist eben das Alter…“
Als wir im Juni eine Goldimplantation wegen ihrer Arthrose machen ließen, erholte sich Lola auffällig schlecht von der Narkose. Ich ließ mich allerdings von der Meinung der Ärzte beruhigen, das dies noch im Rahmen der Normalität wäre. Das werde ich zukünftig nicht mehr tun. Niemand kennt mein Tier besser als ich – das war nicht normal…
Ich ließ Lola vollständig durchcheckt – ohne Befund. Lolas Blutwerte waren sogar noch in Ordnung, als sie schon aufhörte zu fressen. Ich frage mich, ob man es, in frühem Stadium erkannt, noch irgendwie hätte heilen können. Nicht mit schulmedizinischen Methoden, das ist klar, die geben den Hund nach Diagnose einfach auf (O-Ton: “Wir raten zur baldigen Euthanasie”) – aber es gibt alternative Methoden, die beim Menschen auch bei fortgeschrittenem Krebs eingesetzt werden.
Wir begleiteten Lola mit Homöopathischen Medikamenten und Bachblüten. Wir haben uns auch mit der Krebstheorie nach Dr. Beck beschäftigt. Hierbei werden verschiedene Blutzapper und andere Geräte eingesetzt. Wir haben alles für unseren Schatz gekauft und sie jeden Tag damit behandelt. Auch ein Mikroskop zur Kontrolle des Vitalblutes haben wir angeschafft. Lieder waren ihre Organe schon zu stark angegriffen. Lola hat nach Diagnosestellung nur noch 3 Wochen gelebt.
Der Film: “Der verschwiegene Durchbruch in der Medizin” ist sehr zu empfehlen. Ihr könnt ihn euch hier ansehen. Wir konnten Lola zwar nicht mehr helfen, aber wir setzen die Geräte jetzt für uns selbst zur Prophylaxe ein.
Ich habe das Gefühl, dass ich Lolas Tod gut verarbeite, was die größten Probleme macht, ist ihr „Wegsein“. Wir waren Tag und Nacht zusammen – sie war ein Teil von mir – es ist ein bisschen wie Amputation.
Ich habe für Lola eine virtuelle Gedenkseite erstellt – das war wie Trauertherapie – mit vielen Tränen – aber es hat mir gut getan.
Ich habe bei der Arbeit an der Seite gemerkt, dass ich noch nicht bereit war für einen neuen Hund. Ich war noch in der Phase, in der ich “meine Lola” zurück haben wollte – und nichts anderes. Jetzt wo die Seite fertig ist, sehe ich, dass ich nur meine Erinnerungen zurück haben kann – Lola ist für immer weg – diese Erkenntnis schmerzt so sehr. Aber es ist gut, dass sie schmerzt – dann geht das endlich in meinen Schädel und ich kann mich damit abfinden. Nur so kann ich einem neuen Hund gerecht werden.

- Lolas Grab – in unserem Garten haben wir sie beerdigt